Einsatzbereich
Einsatzbereich
Sie wollen einen bestehenden und in die Jahre gekommen Regen-Auslass oder eine Hochwasser-Entlastung mit einem Schwimmstoffrückhalt ertüchtigen und nachrüsten oder auf den Stand der Technik Gneusten bringen?
Sie müssen dafür das bestehende Bauwerk umständlich und teuer umbauen oder vergrössern können oder wollen dies aber nicht?
Dann ist die bgu-Kulissentauchwand hier Ihre pragmatische, kosteneffektive und etablierte Lösung für die Umsetzung eines modernen Gewässerschutzes. Bgu bietet Ihnen mit der Kulissentauchwand die Praxis-Erfahrung aus über zwei Jahrzehnten mit über 1.500 verschiedenen realisierten Projekten.
Die Kulissentauchwand findet dort ihren Einsatz, wo die Standard-Tauchwand den Anforderungen nicht gerecht wird bzw. aufgrund der Gegebenheiten des Bauwerks überhaupt nicht oder nur eingeschränkt verwendet werden kann. Dies ist in der Praxis häufig der Fall, wenn z.B. bei nachzurüstenden Bauwerken die Zulaufleitung bündig mit der Schwelle ins Bauwerk mündet. So kann ein Teil der unter dem Wasserspiegel des eingestauten Regenüberlaufs eingetragenen Schwimmstoffe beim Auftauchen zwangsläufig in den Bereich zwischen Standard-Tauchwand und Schwelle gelangen. Ebenfalls kann bei schmalen Bauwerken oder bei sich gegenüberliegenden Schwellen eines Trog-Überlaufs häufig der erforderliche Abstand zwischen Tauchwand und Schwelle nicht eingehalten werden.
Besondere Merkmale
- Kein vertikaler Spalt zwischen Tauchwand und Schwelle, durch den Schwimmstoffe beim Auftauchen in das Gewässer gelangen können.
- Vielseitige Verwendbarkeit auch bei Standard-Tauchwände ungünstigen Bauwerken.
- Kulissenförmige Anordnung aufwärts geneigter Lamellen mit hydraulisch abgestimmten Abständen bewirkt Rückhaltung der Schwimmstoffe.
- Horizontale Anströmung der Tauchwand dadurch Verringerung des “Absaugeffekts”.
- Rückhalteeffekt ist unabhängig von Änderungen des Wasserspiegels.
-
Ideal für Nachrüstungen durch modulare
Konstruktion.
Funktionsbeschreibung
In einem Bauwerk mit ungünstigen Platzverhältnissen können bei einer normalen Tauchwandanordnung Schwimmstoffe zum Teil ungehindert hinter die Tauchwand und dadurch auf die Entlastungsseite und ins Gewässer gelangen. Da die Kulissentauchwand im Gegensatz zu den anderen Bauarten direkt an der Schwelle befestigt wird, existiert kein vertikaler Spalt zwischen Tauchwand und Schwelle, durch den die Schwimmstoffe beim Auftauchen hindurchtreten können. Die Schwimmstoffe gelangen immer „auf der richtigen Seite“ der Tauchwand an die Oberfläche.
Unabhängig von der zuvor beschriebenen Situation können Schwimmstoffe auch durch eine zu hohe Anströmgeschwindigkeit vor der Entlastungsschwelle (ungünstige Hydraulik) angesaugt und mitgerissen werden. Bei einer normalen Tauchwand verläuft die Strömungsrichtung zwischen Tauchwand und Schwelle senkrecht nach oben. Das bedeutet, dass sich unter der Tauchwand je nach spezifischer Wassermenge ein mehr oder minder breiter Strömungsbereich ausbildet, der abhängig von der Höhenlage der Tauchwandunterkante auch nahe der Sohle fliessende Stoffe aufwirbeln und zum Gewässer abtransportieren kann.
Diesem Effekt kann die Kulissentauchwand durch ihr speziell abgestimmtes Funktionsprinzip wirkungsvoll entgegenwirken, da bei der Kulissentauchwand das Wasser horizontal einströmt. Die kulissenartige Anordnung der aufeinander abgestimmten Lamellen veranlasst einerseits eine gezielte Auffächerung des Überfallquerschnitts. Andererseits gewährleisten die Lamellen, dass das Wasser stets unter der Oberfläche abgezogen wird, unabhängig davon, ob sich der Wasserspiegel gerade ändert oder gleich bleibt. Schwimmstoffe werden auf der Zulaufseite zurückgehalten. Die Kulissentauchwand bietet durch die Kombination von geometrischen und hydraulischen Vorteilen einen doppelten Schutzeffekt. Mit einer im Wasserbaulabor messtechnisch ermittelten Q/h-Kennlinie für die Kulissentauchwand ist es möglich, eine Überfallmengenmessung mit hoher Genauigkeit zu bewerkstelligen.